Man mag es kaum glauben, selbst beim Bäcker gibt es Verkäuferinnen auf 400-Euro-Basis. Jetzt kommt diese freundliche, fleißige, allein erziehende Mutter in den Reformgenuss unserer Parteien. Sie ist krank geworden. Nichts lebensbedrohendes, aber immerhin ein grippaler Infekt.
In unserer „Wohlstand-für-alle“ Gesellschaft ist das nicht schlimm. Sie hat Hartz IV und den 400-Euro-Job ohne Lohnfortzahlung im Krankheitsfall. Da sie die Praxis- und Rezeptgebühren nicht leisten kann, benutzt sie die Krankenkassenkarte von ihrem Kind. Not macht erfinderisch – leider!
Selbstverständlich geht sie weiterhin arbeiten. Das Geld ist im Augenblick wichtiger als langfristig die Gesundheit. Dies ist kein trauriger Einzelfall. Welche Partei steht für soziale Gerechtigkeit und setzt sich für die Abschaffung von Hartz IV ein. Jeder mag die Frage für sich selber beantworten und nicht abwarten sondern handeln.
