Für mehr als 90 Prozent der Menschen war der Zweck des Wirtschaftens die Befriedigung von Bedürfnissen. Die Menschen wollten satt werden oder ein Dach über den Kopf bekommen. Gepflegt und versorgt wurden Tiere, Felder und Gärten. Das Ziel von Produktionen war im Prinzip das Erhalten von Bestehendem. Das konnten Familien, Dörfer, Städte oder Herrscher sein. Das schließt bestehende Herrschafts- und Ausbeutungssysteme ein. Erst seit wenigen Generationen wird dieses Prinzip des Wirtschaftens umgekehrt.
Es steht nicht mehr das Bestreben des Erhaltens im Focus der Wirtschaft, sondern die Veränderung, das Zerstören des Alten, hervorbringen von Neuem. Als Triebkraft dient die Vermehrung des Geldes. Marx hat dies immer als „Produktion für die Produktion“ bezeichnet. Um welche Qualitäten es bei der Produktion geht, ist dabei prinzipiell gleichgültig. Es zählt nur die Quantität des Wertes der nicht nur erhalten, sondern vermehrt werden muss. Die einzig wichtige Frage ist nur, wie mache ich aus einem Euro, Dollar usw. möglichst schnell zwei.
Auch heute noch gilt die Aussage des Nationalökonomen Friedrich List: „Wer Schweine erzieht, ist ein produktives, wer Menschen erzieht, ein unproduktives Mitglied der Gesellschaft“