Was sind prekär Beschäftigte?

Hier in Deutschland herrscht das Vorurteil, dass ein wirtschaftlicher Aufschwung für die Muenzen fuer blogMehrheit der Beschäftigten stattgefunden hat. Die zur Schau getragene Euphorie unserer Bundesregierung ist jedoch unbegründet. Mehr als 40 Prozent der Beschäftigten sind in atypischen Arbeitsverhältnissen: In Minijobs, Leiharbeit, Zeitarbeit, unbezahlten Praktika, befristeter Teilzeitarbeit, teils ohne Tarifverträge und Sozialversicherung.

In Hessen erhalten rund 60 000 Beschäftigte sowenig Gehalt, dass eine Aufstockung durch das Arbeitslosengeld II unverzichtbar ist. Mehr als 60 Prozent der prekär Beschäftigten verfügen über eine abgeschlossene Berufsausbildung. Für Menschen, die sich so ihren Lebensunterhalt finanzieren müssen, ist die von der Bundesregierung propagierte Familien- und Zukunftsplanung unrealistisch. Bei Entlassungen seien sie jederzeit gefährdet, ohne Abfindungen an den Rand gedrängt zu werden.

In Meyers Konversationslexikon von 1905 wird der Begriff “Prekarius” wie folgt erklärt: ‘ Jemand, der etwas bittweise erlangt, dem etwas auf Widerruf gewährt wird, meistens jedoch vorübergehend und in Lehensabhängigkeit.’ Damals haben Feudalherren über die Arbeitsverhältnisse bis ins intimste Privatleben geherrscht. Eine ähnliche Entwicklung ist heute wieder zu registrieren.

Eine Antwort zu “Was sind prekär Beschäftigte?”

  1. Alexander Tetzlaf Sagt:

    Ein Vorurteil, dass ein wirtschaftlicher Aufschwung für die Mehrheit der Beschäftigten stattgefunden hat, gibt es nicht.

    Alle wissen es besser.

    Gerade die bürgerliche Scheißhauspresse, sowie die Politiker die ebenfalls den Schmarotzern gehören, werden nicht müde, dies den Menschen ins Gesicht zu lügen.

    Zwar wird eine Lüge vom ständigen Wiederholen nicht wahrer, jedoch stellt sich nach einer Weile bei vielen der Eindruck ein, hiervon doch schon mal was mitbekommen zu haben.

    Und wenn dies der Aufschwung war, dann ängstige ich mich ein wenig vor dem nächsten Abschwung.

    Und während der Binnenmarkt Tag für Tag immer weiter aufweicht, wundern sich die Schnelldenker in den Parlamenten tatsächlich, dass Autos keine Autos kaufen.

    GAnz neu ist offenbar die Erkenntnis, dass dies Minijobber, Prekäre und sowieso Arbeitslose ebenfalls nicht tun.

    Grüße


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